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Pietätsgebiet

Auftrag des Nationalen Kulturdenkmals (NKD) ist es, ein dauerhaftes Andenken an die Vernichtung der Ortschaft Lezaky und das Leiden ihrer Bürger, die am 24. Juni 1942 wegen ihrer Unterstützung der Widerstandstätigkeit zum Opfer der Nazigewalt wurden, und die Bewahrung des Namens der Ortschaft Ležáky als Symbol des tschechischen Kampfes gegen den Nazismus und der Opfer der Kriegsverbrechen zu pflegen.

Der Raum der niedergebrannten Gemeinde Lezaky wurde unmittelbar nach der Beendigung des Krieges mit intuitiven aus aufgeschichteten Steinen zusammengestellten Denkmälern versetzt, an denen Tafeln mit dem Namen der Familie, die an der jeweiligen Stelle gelebt hatte, angebracht wurden. Lezaky verwandelte sich bald zu einem Wallfahrtsort, dessen physisch markierter Mittelpunkt das auf dem Gipfel Zárubka aufgestellte Kreuz wurde.

Gleich mit der ersten komplexen Gestaltung des Pietätgebiets war es gerade das Kreuz, das zu dem die ganze Landschaft kennzeichnende Symbol wurde. Der Architekt Ladislav Žák, der dieses Konzept erarbeitete, wählte es als Motiv, das in alle Grabmäler von Lezaky eingearbeitet werden sollte.

Žák teilte während der Jahre 1946-1947 das Gebiet der ehemaligen Ortschaft in folgende Elemente ein: zwei Eingänge in den gegebenen Raum, Präsidententribüne, Tribüne mit Statuengruppe der Opfer von Lezaky, Dominantendenkmal - Kapelle, platziert auf dem Hügel Zárubka, Grabmäler ermorderter Familien an der Stelle ehemaliger Häuser und besonders ein Grabmal im Raum der ehemaligen Švandas Mühle, weiter an der Seite stehende Denkmäler der mit der Tragödie von Lezaky verbundenen Personen und der Fallschirmjäger, die zu der Fallschirmtruppe Silver A gehört haben.

Ladislav Žák hat über seine Auffassung geschrieben, dass " er die Vergabe der Pietätgestaltung und des Aufbaus von Lezaky im Geiste der Regeln der neuen Landschaftsarchitektur, deren Autor und theoretischer sowie praktischer Initiativmitarbeiter er selbst ist, aufgefasst hatte. Die Prinzipien dieser neuen Landschaftsarchitektur, die in dem Autorenwerk Wohnlandschaft (...) ausgesprochen und umfangreich beschrieben sind, konnten in größerem Ausmaß bei der Pietätgestaltung von Lezaky das erste Mal realisiert werden. Es handelt sich um eine in beträchtlichem Maße von bisherigen Auffassungen unterschiedliche Lösung, um eine Lösung, deren Ziel es ist, möglichst enge Verbindung aller Bauten und künstlicher Gestaltungen mit der Natur und der Landschaft zu erreichen." (1947)

Das ganze Konzept kann also als umfangreiches Landschaftswerk, Verbindung natürlicher und künstlich geschaffener Elemente, mit denen sich der Autor noch vor dem Krieg befasste und die er nachher in seiner theoretischen Publikation "Wohnlandschaft" nannte, wahrgenommen werden. An dem Konzept der Gestaltungen von Lezaky ist das Bemühen zu sehen, das Gebiet in seinem natürlichen Wesen zu bewahren und zugleich an entsprechenden Stellen auf sein Pietätsausmaß hinzuweisen. Die Denkmäler einzelner Familien in Form von Stelen mit eingemeißeltem Luftkreuz und den Namen der Familien sind in die Gestelle eingesetzt, die die Grundrisse der Häuser beschreiben.

Die Realisierung von Žáks Projekt wurde in zwei Etappen durchgeführt, das Projekt wurde jedoch nie in seiner Vollständigkeit vollendet. Der erste Teil der Arbeiten fällt in die Jahre 1948-1951: zuerst wurden die Denkmäler der Einwohner, die sog. Grabhäuser, erstellt. Zuerst wurden zum Beispiel fertige Stelen in die Grundlagen in folgender Reihenfolge gesetzt: das Denkmal im Steinbruch von Lezaky in Lezaky (Stantejský). drei Denkmäler bei dem Steinbruch Hluboká (Gebrüder Vaško, Maschinist Svoboda), das Denkmal des Wachtmeisters Kněz bei Habrovče.

Žák entwarf die Denkmäler in drei Varianten: Hochform (für einzelne Personen), Längsform (für Grabhäuser - also für die Familien) und einen Sondertyp für Švandas Mühle.

Zugleich wurde auch an den Aufbau von zwei Einfamilienhäuser für zwei einzig überlebende kleine Mädchen - Schwestern Šťulík- gedacht. Diese Häuser wurden nach Včelákov situiert und nach dem gleichen Muster wie die neuen Häuser in Lidice aufgebaut.

Noch während des Jahres 1948 übergab Žák der Gesellschaft für die Wiederherstellung von Lidice und Lezaky ein Projekt für ein "großes Denkmal", also die Kapelle auf Zárubka. Im Erdgeschoss sollte ein Raum für den Sargopfag mit Asche, dann ein Raum der Kapelle und des Altars sein; der natürliche Raum vor der Kapelle in Richtung Tal sollte ein natürliches "Domschiff" für die Zeremonienteilnehmer sein.

Anfang der 50er Jahre wurde die Gebietsgestaltung durch den Kreisnationalausschuss in Pardubitz übernommen. Auf den Aufbau der Kapelle wurde verzichtet; Schuld daran hatten sicher einige parallele Faktoren, wie riesige Finanzkosten, die Veränderung des gesellschaftlichen Klimas nach dem Februar 1948, aber auch die Schlussfolgerung der Fachkommission, die die Machbarkeit des Bauvorhabens bezweifelte.

Trotzdem wandte sich der Nationalausschuss in der zweiten Hälfte der 50er Jahre erneut an den Architekten Žák, damit er seine Vision für das Pietätgebiet vollendet und überarbeitet, diesmal mit geringeren finanziellen Ansprüchen. Diese zweite Etappe dauerte bis 1961, wenn auch nur kleine Bauten ausgeführt wurden, von denen die fünfseitige Granitpyramide mit der Aufschrift in verschiedenen Weltsprachen , die an die Tragödie von Lezaky erinnert, am ausdrucksvollsten ist. Die Vollendung des beabsichtigten Museums, des Restaurants oder eines plastischen Denkmals blieb bloß in den Plänen.

Nach der Verstaatlichung der Bauindustrie wurden weitere Gestaltungen schon durch den Staatsbetrieb Stavoprojekt besprochen und ausgeführt, und zwar bis zum Jahre 1988. Die Architekten Driml und Vaněk beganen ihre Arbeit mit den Tribünen und den Eingängen in das Pietätgebiet, die bisher in provisorischem Zustand benutzt wurden. In dieser Zeit wurde auch über den Aufbau des Museumsobjektes entschieden, das in den 60er Jahren fertiggestellt wurde.

Während etwa zweier Jahrzehnte, als der Pardubitzer Stavoprojekt für die Gestaltung des Pietätgebiets zuständig war, wurde mehrmals betont, wie wichtig es ist, die Landschaftsge-staltungen, die Baumbepflanzung befriedigend zu lösen; diese Anforderungen knüpften am Anfang an Žáks Projekt, obwohl die Pläne nicht immer umgesetzt wurden. Die Landschaft ist auch von dem wiederhergestellten Teich von Lezaky stark geprägt. In den neunziger Jahren kam noch zu der noch nicht vollendeten Lösung der Ortschaft das Projekt des Ateliers "Grünes Haus" hinzu. Die "Nach- Žák -Etappe" kann vielleicht am besten als Etappe vieler revidierter und nur teilweise vollendeter Projekte gekennzeichnet werden.

Das Pietätgebiet in Lezaky wurde im Jahre 1978 und wiederum im Jahre 1995 durch die Regierung zum Nationalkulturdenkmal erklärt.

Im Jahre 2008 ging die Verwaltung des Gebiets von Lezaky durch die Entscheidung der Regierung an die Gedenkstätte Lidice über. Außer einigen Erhaltungsarbeiten wurde auch "ein vereinfachtes Begrünungsprojekt" entworfen, das das Gehölz etwas reduzieren und einige Aussichtspunkte auflichten sollte. Dies wurde nur teilweise realisiert, vor allem wegen Privateigentumsrechten auf einigen Teilen des Gebiets. Dieser Zeitraum ist durch die Zusammenarbeit mit Bohumír Prokůpek und dem Pinkas- Žalský-Atelier gekennzeichnet, die vorher auch in Lidice gearbeitet hatten. Es wurde ein Multifunktionsmuseumsgebäude im Raum des ehemaligen Steinbruchs entworfen, ebenso wie das Projekt der Kapelle am Fuße des Hügels Zárubka (beide Stellen korrespondieren in Bezug auf ihre Funktionsausnutzung mit ursprünglichem Žáks Projekt). Kein einziges Bauvorhaben wurde jedoch ausgeführt. Das Projekt der Kapelle wurde später in den Wettbewerbsbedingungen für den Wettbewerb für die Vollendung der Kapelle von Lezaky, der in Jahre 2011-2012 stattfand, als Grundlage genommen.

Zeitgleich mit dem letzten Konzept für die Gestaltungen des Gebiets von Lezaky wurde das Autorenteam Prokůpek-Pinkas- Žalský angesprochen, damit sie eine neue Exposition schaffen, Kurator war der Historiker Vojtěch Kyncl. Außer dem Raum im Museum bearbeiteten die Architekten auch einige Elemente des Stadtmobiliars, die in das Landschaftstal von Lezaky verteilt wurden.